Psychologische Diagnostik in Fallbeispielen

Psychologische Diagnostik in Fallbeispielen

von: Klaus D. Kubinger, Tuulia M. Ortner (Hrsg.)

Hogrefe Verlag, 2010

ISBN: 9783840922442, 545 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 41,99 EUR

Ersparnis: 4,96 EUR

  • Krank arbeiten statt gesund pflegen - Präsentismus im Krankenhaus
    Lehrbuch Schulische Gesundheitsförderung
    Mythen der Gesundheitspolitik
    Pflegewissenschaft in der Praxis - Eine kritische Reflexion
    Wissenschaftliches Arbeiten in der Pflege - Lehr- und Arbeitsbuch für Pflegende
    Ratgeber Depression. Informationen für Betroffene und Angehörige
  • Statistik für die Pflege - Handbuch für Pflegeforschung und -wissenschaft
    H.I.L.DE. - Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen (H.I.L.DE.)
    Wenn die Seele taumelt - Somatoformer Schwindel – Ein Ratgeber
    Familiengesundheitspflege in Deutschland - Bestandsaufnahme und Beiträge zur Weiterbildung und Praxis
    Lineare Modelle - Regressions- und Varianzanalysen
    Vom Wissen zum Buch - Fach- und Sachbücher schreiben
 

Mehr zum Inhalt

Psychologische Diagnostik in Fallbeispielen


 

"3 Leistungsfähigkeit entwicklungs - diagnostischer Instrumente (S. 23-24)

3.1 Chancen und Grenzen der Entwicklungsdiagnostik


Die besondere Stärke von Entwicklungstests liegt in der Möglichkeit der Frühdiagnose von Entwicklungsabweichungen oder -verzögerungen. Wie bereits beschrieben, liefern Entwicklungstests differenzierte Informationen in Bezug auf ein breites Leistungsspektrum des Kindes. Sie ermöglichen zumeist eine Profildarstellung über verschiedene Leistungsbereiche (Körpermotorik, Sprachentwicklung, kognitive Entwicklung) und erlauben damit präzise quantitative Aussagen durch differenzierte Kategorien. Durch die Erstellung von Entwicklungsprognosen soll möglichen Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegengewirkt werden (Petermann & Macha, 2005a).

Das moderne Modell der Entwicklung verdeutlicht, dass Entwicklung beeinflussbar und gestaltbar ist, womit auf die Chancen von Entwicklungsdiagnostik hingewiesen wird. Gleichzeitig müssen jedoch auch das hohe Irrtumsrisiko beim Erstellen von Entwicklungsprognosen und damit die Grenzen der Entwicklungsdiagnostik aufgezeigt werden.

Fehlerhafte oder undifferenzierte Aussagen über den Entwicklungsstand und Entwicklungsverlauf eines Kindes können einerseits überhöhte Erwartungen bei den Eltern wecken und zum Überschätzen von Möglichkeiten des Kindes und damit in Folge auch zu Überforderungssituationen führen. Sie können andererseits auch Hilflosigkeit, Angst und Enttäuschung sowie eigene Versagensgefühle bei den Eltern auslösen, zum Versäumen von Chancen und zur Durch - führung nutzloser Untersuchungen beitragen (Fuiko, 2003). Somit müssen neben den Chancen, die die Entwicklungsdiagnostik bietet, auch deren Grenzen aufgezeigt werden.

3.2 Klassifikationssysteme in der Entwicklungs - diagnostik

Die beiden bekanntesten und am häufigsten verwendeten Klassifikationssysteme stellen die Internationale Klassifikation der Erkrankungen der WHO (ICD-10, Dilling, Mombour, Schmidt & Schulte-Markwort, 2004) für alle psychischen und somatischen Krankheiten und das aus den USA"